Zisternen-Förderung: Wasser in der Region halten

Fountain Old Antique Stone  - Efraimstochter / Pixabay
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Zur Gartenbewässerung wird oft wertvolles Trinkwasser verwendet, während ausreichend Regenwasser vorhanden und besser wäre. Es fehlt nur an geeigneten Zwischenspeichern, um es auch in Trockenperioden zur Verfügung zu haben. Diese können helfen das Grundwasser zu schonen, reduzieren Kosten für Trinkwasser und unterstützen zusätzlich den Wasserhaushalt. Gerade bei den zunehmenden Starkregenereignissen kann der Boden das Wasser nicht aufnehmen. Die Folge: es fließt unkontrolliert ab, teilweise über die Kanalisation in das Klärwerk. Der Bau von Zisternen könnte eine Lösung sein. Wir setzen uns daher für eine Förderung durch die Gemeinde ein und haben einen entsprechenden Beschlussantrag eingebracht.

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Bei allen Diskussionen um das Wasser in unserer Region, kommt immer wieder der Ausspruch: „Wir müssen versuchen das Wasser in unserer Region zu halten“. Aber was heißt das genau? Was können wir als Kommune aktiv beitragen? Dazu gibt es einiges an Vorschlägen, aber was können wir Bürger und Bürgerinnen machen? Ein Beitrag könnte sein, das Regenwasser zu nutzen und es nicht verdunsten zu lassen. Es sind ca. 500 Liter/m2 Regenwasser jährlich, die in unserer Region fallen. Das Problem dabei ist, dass die Trockenperioden länger werden und es mehr Starkregenereignisse gibt. Als Ortsverband haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir versuchen können dieses Regenwasser zu halten und uns dafür auch über Ideen aus anderen Kommunen sowie Empfehlungen des Umweltbundesamtes ausgetauscht. Ein kleiner Ansatz ist, das Regenwasser, welches auf das Haus fällt aufzufangen und dieses Wasser für trockene Zeiten im Garten zu verwenden. Hierzu haben einige schon gute Systeme, wie z.B. mehrere Regentonnen oder die Nutzung alter Gruben. Einige aber noch nicht. Anstatt für den Garten das Trinkwasser des WSE zu nutzen und zu bezahlen, könnte man das in Regenrückhaltesystemen (Zisterne) aufgefangene Wasser verwenden. Bei einer Hausgrundfläche von 80m2 könnte man somit 40.000 Liter (40m3) Regenwasser im Jahr und somit durchschnittlich ca. 3-4 m3 pro Monat auffangen. Natürlich sind kleine Verluste und Schwankungen nicht mit eingerechnet, aber eine Zisterne sollte daher ein Fassungsvolumen von ca. 4 m3 haben, bei einer Hausgrund- fläche von 80 Quadratmetern.


Wir haben deswegen einen Vorschlag in die Gemeindevertretung eingereicht, der den fachmännischen Bau von Zisternen anteilig subventionieren und in einer Förderrichtlinie umgesetzt werden soll. RH/TR