Medizinische Versorgung im DoDo

Gesundheit ist mit Abstand das höchste Gut. Doch dies wird einem oft erst so richtig bewusst, wenn man erkrankt. Den Wunsch nach breiter, professioneller medizinischer Versorgung, am besten vor Ort und ohne langes Warten hat jeder. Leider passt sich die Zahl der hier niedergelassenen Ärzte*innen dem Bevölkerungswachstum unserer Gemeinde nicht an. Laut Zahlen der Kassenärztliche Vereinigung gibt es im Planungsbereich Neuenhagen bei Berlin (hierzu zählt das Doppeldorf) z.B. für Allgemeinmediziner*innen einen an der Gesamteinwohnerzahl gemessenen Versorgungsgrad von 77,9 %. Bei Fachärzten sieht es ähnlich aus.

Böser Unfall? Ein Arzt hilft…

Es könnten sich durchaus weitere Ärzte im Doppeldorf niederlassen. Interessierte Mediziner finden bei uns jedoch keine Möglichkeiten. Und: einige der hier niedergelassenen Ärzte gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand. Die Nachfolgefrage muss also parallel angegangen werden. Grund für uns eine §6-Anfrage zu dem Thema an die Gemeinde zu richten (Bürgerinformationssystem: ANF 030/2020). Die Antworten: nicht so recht zufriedenstellend. Das Problem wird zwar erkannt, jedoch sei die Gemeinde nicht zuständig und es fehlten finanzkräftige Investoren. Zudem wird die These aufgestellt „dynamisches Siedlungswachstum“ und ein Anstieg der Zahlungsbereitschaft für teure, private Leistungen würde schon Ärzte ins Dorf locken. Die Gemeinde arbeitet aktuell an einer Containerlösung: frei werdende Schulcontainer könnten 2023 als Praxis oder Reha-Einrichtung genutzt werden. Eine gute Initiative finden wir, doch es muss mehr passieren, z.B. die Entwicklung eines Ärztehauses im Doppeldorf. Wir bleiben dran. Machen Sie mit! SN

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