Förderpaket Baum- und Artenreichtum

Gemeindevertretung diskutiert über Mustervereinbarung zur Pflege von Blühstreifen und eine Baumförderrichtlinie



Um das baum- und artenreiche Doppeldorf zu erhalten und zu fördern, befinden sich derzeit zwei Beschlussvorlagen in der Gemeindevertretung des #doppeldorf in der Diskussion. PEBB/FDP/WIR hat einen Vorschlag eingebracht Mustervereinbarungen mit interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Pflege von Blühstreifen an den Straßenrändern zu entwickeln. In der Augustsitzung des Umweltausschusses wurde nun eine von der Verwaltung entwickelte Vereinbarung erstmals diskutiert.

Viel Natur ist da, wenn man sie in Ruhe lässt

Die gute Idee hört sich noch nach sehr viel Bürokratie, viel Pflicht und wenig Unterstützung an. Vor allem hat der NABU in der Sitzung deutlich gemacht, dass es schon einen großen Artenreichtum am Straßenrand gibt (die Präsentation gibt es hier ). In der Regel muss man vor allem die Natur einfach Natur sein lassen – nicht zu oft mähen, nichts pflanzen, nichts aussäen. Es geht vor allem um Aufklärung und Information aller Einwohnerinnen und Einwohner und ganz konkrete Unterstützung. Diese Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger sieht ein Beschlussvorlagen der Fraktionsgemeinschaft Verantwortung für eine Baumförderrichtlinie vor.

„Nach dem in der Gemeinde in den letzten Jahren in erster Linie der Baumschutz reduziert wurde, soll nun der Baumschutz wieder gezielt gefördert werden“

Bezuschusst werden sollen Neupflanzungen von Bäumen auf privaten Grundstücken. Eine finanzielle Unterstützung soll es zudem für Baumpflegemaßnahmen von alten, ortsprägenden Bäume auf privaten Grundstücken geben. Bäume zu erhalten soll damit immer günstiger sein, als Bäume zu fällen. Und: wer Bäume pflanzt soll auch finanziell entlastet werden, weil wir alle dadurch gewinnen. Nach dem in der Gemeinde in den letzten Jahren in erster Linie der Baumschutz reduziert wurde, soll nun der Baumschutz wieder gezielt gefördert werden. Im Juli wurde der Vorschlag das erste Mal im Umweltausschuss diskutiert. Die Äußerungen zu dieser konkreten Unterstützung für Bürgerinnen und Bürger waren vielfältig, viele Einwände aber nur schwer nachvollziehbar (das Protokoll gibt es hier zum Nachlesen). Jetzt geht es darum bis zu den Haushaltsberatungen im Herbst aus beiden Vorschlägen ein Paket zu machen, das Baum- und Artenreichtum fördert, aber eben nicht nur fordert sondern Bürgerinnen und Bürger auch konkret unterstützt. TR

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