Günstiger Zugang zum Lesestoff sichern


Keine Erhöhung der Jahresentgelte für die Nutzung der Bibliothek um mehr als 100 Prozent


Eine neue Gebührenordnung für die Bibliothek steht auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung am Donnerstag, 16. Dezember 2021. Pünktlich zum Weihnachtsfest sollen die Jahresentgelte für die Nutzer:innen um mehr als 100 Prozent steigen. Eine schöne Bescherung, aber vor allem ein völlig falsches Signal – finden wir. Mit einem Änderungsantrag wollten wir die Gebührenhöhe der bisher geltenden Gebührenordnung wieder in Kraft setzen. Die Vorlagen wurden zur weiteren Beratung erneut in den federführenden Fachausschuss überwiesen. Der Wirtschaftsausschuss (11.1.2022) berät nun darüber, bevor es erneut in der Gemeindevertretung am 27. Januar aufgerufen werden soll.

Für uns sind öffentliche Bibliotheken von zentraler Bedeutung für die Vermittlung von Leselust und Medienkompetenz. Die Nutzung durch Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollte zu möglichst geringen Gebühren eröffnet werden. Die Einnahmen durch Gebühren tragen nur zu einem sehr geringen Anteil zur Kostendeckung bei und sind zu sonstigen Ausgaben bzw. im Verhältnis zum Gesamthaushalt marginal. Die nun geplante Erhöhung der Gebühren um mehr als 100 Prozent ist weder sozial noch bildungspolitisch zu vertreten. Im Vergleich zu Berliner Stadtbibliotheken und deren Angebot wären die neuen Gebühren zudem unverhältnismäßig hoch. Für uns steht fest: wir sagen NEIN zu der drastischen Erhöhung. TR